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Historie

Die Grundmauern der Anlage stammen von 1180.

Gegründet als Kloster wurde das Haus im Mittelalter von einem französischen Zweig der spanischen Königsfamilie übernommen. Zu dieser Zeit wuchs die Bedeutung der Region Sóller. Hier befand sich denn auch der größte natürliche Hafen der Insel. Das Verwalterbuch von 1677, in dem die Einträge der verschiedenen Lehnshöfe und der Einnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben zu finden sind, liegt heute noch in Son Bleda aus. Ein gewaltiges Areal gehörte bereits damals zu dem Herrenhaus, Oliven, Johannisbrot, Mandeln und andere Früchte wurden geerntet. Das Haus hatte eine eigene Öl- wie auch Getreidemühle. Fragmente davon sind heute in die Hausgestaltung integriert.

1712 wurde das Haus zu der heutigen Größe ausgebaut und dieser Teil der Insel zählte zum Königreich von Montpellier, Frankreich. Man hatte Schiffe und kam übers Meer, betrieb Handel mit den begehrten Zitrusfrüchten, die es sonst noch nirgends gab, mit den berühmten „schwarzen Schweinen“, damals schon eine Delikatesse für besondere Schinken und mit Stoffen. Eine Weberei aus dieser Zeit steht heute noch in der Nähe des Hauptplatzes von Sóller und den Serrano-Schinken genießen Sie in jeder Bar.

Über die Berge gab es damals noch keine Verbindung, nur zu Wasser. Aber der Reichtum der Region wuchs durch den regen Handel mit Frankreich. So gehörte Sóller bald zu den 10 reichsten Städten Europas und noch heute sind viele prächtige Bauten aus dieser Zeit zu bewundern. Die Kunstschmiede und Steinmetze von Sóller waren über die Grenzen hinaus bis nach Frankreich und Deutschland bekannt.

Erst 1904 wurde die Bahn, ein heutiger Anziehungspunkt für viele Reisende, als Verbindung von Palma nach Sóller gebaut. Mit ihren wunderschönen Jugendstil-Bahnhöfen und den alten Siemens Waggons – ein Erlebnis.

So ist die Region Sóller/Deià noch sehr ursprünglich erhalten, wurden doch erst vor einigen Jahren entsprechende Verbindungswege auch für Fahrzeuge gebaut. Mit dem Bau eines Tunnels von Palma nach Sóller öffnete sich das Tal vor etwa 10 Jahren. Dies macht sich heute in rasant steigenden Immobilien-Preisen bemerkbar. Nur noch 30 Minuten ist es nach Palma, bzw. zum Flughafen.

Eine Region, die sich ihren Charme erhalten hat und heute kulinarischer Höhepunkt der ganzen Insel ist. Restaurants jeder Geschmacksrichtung, von rustikal bis Sterneküche bieten das Tal von Sóller und die Berge rund um Deià. Nichts ist verloren gegangen vom ursprünglichen Charme und dem arabischen Urzauber dieser beeindruckenden Bergwelt, dem Tramuntana Gebirge (UNESCO Weltkulturerbe).

Son Bleda stand über 30 Jahre leer und zerfiel mehr und mehr. Die Renovierung des Gebäudes nahm 8 Jahre in Anspruch. In den alten Mauern sind Ambiente und Atmosphäre von der langen Geschichte des Hauses geprägt, heute aber genau gleich modern und werden somit hohen Wohnansprüchen gerecht. Son Bleda wird seit dem Jahr 2000 als Hotel geführt.